"Ich dachte Stress gehört dazu" - Erfahrungsbericht einer Coachingklientin

 

In diesem Artikel habe ich den Erfahrungsbericht einer Coachingklientin mit Impulsen

einer meiner Lieblingscoaches - Tony Robbins - verbunden.

 

Ich dachte immer Stress gehört dazu. Arbeit und Stress, das gehört einfach zusammen. Irgendwie fühlte ich mich auch wichtig dadurch. Bis einfach eine Belastungsgrenze erreicht war. Da war ich gezwungen anzuhalten. 

 

Was Coaching eigentlich ist, davon hatte ich eher eine grobe Vorstellung. Wie es mir helfen könnte, war mir nicht ganz klar. Aber ich wusste, dass es so nicht weiter geht. Über die Empfehlung einer Freundin kam ich zu Mirijam. 

 

We all want to change either (1) how we feel about things or (2) our behaviors.

 

There are three specific beliefs about responsibility that a person must have if they’re going to create long-term change:

First, we must believe, ‘Something must change’—not that it should change, not that it could or ought to, but that it absolutely must. Second, we must not only believe that things must change, but we must believe, ‘I must change it’. Third, we have to believe, ‘I can change it’.

 

Ich hatte immer die Annahme, dass ich mit Stress nicht umgehen könnte. Beweise dafür fand ich auch im Äußeren; so viele Aufgaben und Anforderungen, dazu noch Meetings und Emails. Ich bin kaum hinterher gekommen.

 

Das Interessante für mich war, über das Coaching herauszuarbeiten, was einer der größten Treiber hinter meiner Situation war.

Zum größten Teil stand mein Perfektionismus und mein Unvermögen mich abzugrenzen dahinter. Ich konnte nie wirklich meinen eigenen Ansprüchen genügen. Und dafür machte ich mich innerlich fertig. Ich sprach wirklich hart mit mir. 

 

 

The way we communicate with others and the way we communicate with ourselves ultimately determine the quality of our lives.

 

 

 In meiner Familie war Perfektionismus das Maß aller Dinge. Aus meiner Schulzeit kann ich mich noch gut an einige Gegebenheiten erinnern. Klassenarbeiten, die mit einer 2, statt einer 1 bewertet wurden oder dass ich in der Schulaufführung nicht die Hauptrolle erhielt, kam zu Hause nicht gut an. Meine Mutter schimpfte nie direkt mit mir, aber sie ließ mich subtil wissen, dass sie enttäuscht war

und mehr von mir erwartete. Ich spürte großen Druck auf meinen Schultern "es besser" zu machen. 

 

Im Coaching sprachen wir über meine Familienstrukturen. Mirijam führte mich da gut durch und stellte Thesen auf,

die ich annehmen oder ablehnen konnte. So hatte ich die Möglichkeit meine Geschichte neu zu beleuchten;

wie mein bisheriges Leben auch heute noch mein Verhalten und mein Denken prägt. Ich dachte, ich sei da „raus gewachsen“.

Dass ich die Möglichkeit habe meine Sicht der Dinge zu ändern, hat für mich so viel verändert.

 

 

 The three decisions that control your destiny are

1. Your decisions about what to focus on.

2. Your decisions about what things mean to you.

3. Your decisions about what to do to create the results you desire.

 

 

Neben den ganz praktischen Übungen, wie Kurzmeditationen oder Achtsamkeitsübungen, gefielen mir besonders gut die Fragen.

Mir war nicht bewusst, welche Kraft Fragen haben und auch freisetzen. Ich war immer wieder eingeladen eine neue, unbekannte Sichtweise einzunehmen. Durch bestimmte Fragetechniken konnte ich meinen Fortschritt erkennen.

Das hat mich motiviert und positiv bestärkt. Das hat mir richtig gut getan.  

 

 

 Questions accomplish three specific things:

1. Questions immediately change what we’re focusing on and therefore how we feel.

2. Questions change what we delete.

3. Questions change the resources available to us

 

 

 

Das Coaching ging mit 5 Sitzungen über fast 4 Monate. Das hat so viel in mir verändert. Ich habe viel über mich gelernt und wie ich meine Arbeit jetzt angehe. Ich achte darauf, wie ich innerlich mit mir spreche und was Stress in mir auslöst. Ich nehme mir jetzt bewusst  Auszeiten, auch kleinere über den Tag verteilt.  Das macht einen großen Unterschied.

 

 

In essence, if we want to direct our lives, we must take control of our consistent actions.

It’s not what we do once in a while that shapes our lives, but what we do consistently.

 

 

Zitate von Tony Robbins (blau) aus seinem Buch "Awaken the Giant Within". 

Foto: @eutahm und @helloiamnik, Unsplash